Später Nachruf für Jörg
Die Münsteraner Zeitung Ultimo hat einen Nachruf für Haider veröffentlicht. Und endlich wird diesem Ar.... mal mit den passenden Worten nachgerufen. Von daher hier das ganze nun unzensiert und ungekürzt zittiert:
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Wo im gesamteuropäischen Kulturkuddelmuddel die nationalen Identitäten zu verloren gehen drohen, soll man regionale Unterschiede beachten. Zum Beispiel nennt man bei uns das, was im Herbst von der Straße gekratzt wird, "Igel", in Österreich "Haider".
Im Nachbarland steht der tote Kärnter Landeshauptmann bzw. seine sterbliche Hülle kurz vor der Heiligsprechung (wenn Hitler das gewusst hätte, hätte er noch im Alter das Saufen angefangen, nur um sich bei Braunau von einem russischen Panzer überfahren zu lassen). Abgesehen von seinen politischen Vergehen, für die er auf immer in der Hölle braten soll: Haider ist stockbesoffen in einer Ortschaft mit 147 Sachen gegen etwas gedonnert, das (untypisch für Österreich) ihm erfolgreich widerstand, just als er jemanden überholen wollte. Es fehlt eigentlich nur ein illegal eingereistes blondes Schulmädchen aus Lettland auf dem Beifahrersitz, das ihm dabei einen hätte blasen sollte, um die Liste der möglichen Vergehen des Saubermanns zu komplettieren. Er hat nichts ausgelassen; aber so hat er ja auch Politik gemacht.
Es ist selten, das ein agnostischer Pöbel wie ich von Dankbarkeit dem Schicksal gegenüber erfasst wird. Als ich von Haiders kinetischem Selbstversuch und dessen Ende erfuhr, blickte ich kurz gen Himmel und murmelte ein gottergebenes "Danke" (und weil ich ohne Meckern Kritik nicht leben kann: der nächste Gedanke war natürlich "Warum erst jetzt"?)
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Wo im gesamteuropäischen Kulturkuddelmuddel die nationalen Identitäten zu verloren gehen drohen, soll man regionale Unterschiede beachten. Zum Beispiel nennt man bei uns das, was im Herbst von der Straße gekratzt wird, "Igel", in Österreich "Haider".
Im Nachbarland steht der tote Kärnter Landeshauptmann bzw. seine sterbliche Hülle kurz vor der Heiligsprechung (wenn Hitler das gewusst hätte, hätte er noch im Alter das Saufen angefangen, nur um sich bei Braunau von einem russischen Panzer überfahren zu lassen). Abgesehen von seinen politischen Vergehen, für die er auf immer in der Hölle braten soll: Haider ist stockbesoffen in einer Ortschaft mit 147 Sachen gegen etwas gedonnert, das (untypisch für Österreich) ihm erfolgreich widerstand, just als er jemanden überholen wollte. Es fehlt eigentlich nur ein illegal eingereistes blondes Schulmädchen aus Lettland auf dem Beifahrersitz, das ihm dabei einen hätte blasen sollte, um die Liste der möglichen Vergehen des Saubermanns zu komplettieren. Er hat nichts ausgelassen; aber so hat er ja auch Politik gemacht.
Es ist selten, das ein agnostischer Pöbel wie ich von Dankbarkeit dem Schicksal gegenüber erfasst wird. Als ich von Haiders kinetischem Selbstversuch und dessen Ende erfuhr, blickte ich kurz gen Himmel und murmelte ein gottergebenes "Danke" (und weil ich ohne Meckern Kritik nicht leben kann: der nächste Gedanke war natürlich "Warum erst jetzt"?)
CptCalhoun - 27. Okt, 18:04
Jaja, die Ultimo...
Und ganz ehrlich, sich so um die Ecke zu bringen entspricht doch seinem Stil, oder?